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Bäume in Wahlrod geschändet (28.08.2013)

Wahlrod - Rot, braun, vertrocknet - so sehen die Kronen von neun Hainbuchen in Wahlrod aus. Es ist schon ein trauriger Anblick, der sich Spaziergängern bietet, die auf dem Feldweg von Wahlrod nach Borod unterwegs sind.

Nicht weit vom Hehlinger Hof wurde 2010 eine Reihe von Bäumen gepflanzt, an 14 davon hat sich vor Kurzem ein Unbekannter zu Schaffen gemacht. Am oberen Teil wurde die Rinde entfernt - das Resultat: Der Wasser- und Nährstofftransport von den Wurzeln nach oben wurde unterbrochen, die Krone stirbt ab.

Dass etwas mit den Bäumen nicht stimmt, das war Hofinhaberin Franka Mörtter schon vor einiger Zeit aufgefallen, Förster Dieter Jung fand dann letzte Woche den Grund für den schlechten Zustand der Bäume heraus. "Ich kann mir keinen Reim darauf machen, warum jemand so etwas macht. Das ist eine Schande", meint Mörtter. Auch für Frank Buchstäber von der unteren Naturschutzbehörde des Westerwaldkreises ist die ganze Sache ein Rätsel. Er hat sich am Mittwoch ein Bild vor Ort gemacht: "Da hat sich jemand richtig Mühe gegeben. Die Rinde wurde wahrscheinlich in einer Nacht- und Nebelaktion eingeritzt und abgezogen", vermutet Buchstäber.

Einen Grund kann er dafür nicht finden. Die insgesamt 20 Bäume wurden in Abstimmung mit dem Landwirt, der die umliegenden Felder nutzt, als Ausgleichsmaßnahme (siehe Kasten) für ein Bauprojekt gepflanzt. Es wurden Hainbuchen ausgewählt, da diese eine hohe Krone bilden und deshalb nicht so weit in den Weg hinein wachsen. Eine Behinderung der landwirtschaftlichen Fahrzeuge sollte so verhindert werden. Allerdings gebe es laut Buchstäber eigentlich kaum Nutzer des Weges. Die einzige Erklärung, die er für die Tat hätte, wäre eine persönliche Fehde. Nur haben die Leute vom Hehlinger Hof überhaupt nichts mit den Bäumen zu tun. "Der Schuss geht nach hinten los. Der einzige Leidtragende ist der Naturhaushalt", so Buchstäber.

Die Ausgleichsmaßnahme, die durch die Landschaftsbaufirma Börgerding aus Altenkirchen durchgeführt wurde, hat damals 3500 Euro gekostet. In den nächsten Tagen soll ein Mitarbeiter die Bäume begutachten, danach muss überlegt werden, was getan werden kann. Teilweise werden die Bäume vielleicht gerettet werden können. Allerdings werden aus den säulenartigen Bäumen dann wohl eher pummelige Büsche. Im unteren Teil haben sie schon weder ausgetrieben, die Kronen geben aber wenig Grund zur Hoffnung.

Die Frage, inwieweit Ersatz für die geschälten Bäume beschafft wird und wer die Kosten dafür trägt, ist noch offen. Die Kreisverwaltung hofft, dass sie eventuell noch Hinweise zu der Tat aus der Bevölkerung erhält und sie den Täter so dingfest machen kann. Das könnte jedoch schwierig werden, denn die Tat liegt höchstwahrscheinlich schon mehrere Wochen zurück. Buchstäber vermutet aufgrund des Zustands der Bäume, dass es mindestens zwei Monate her ist, dass die Rinden abgeschält wurden. Wahrscheinlich hat sich der Baumschänder nachts ans Werk gemacht und ausreichend Abstand zum Hof gehalten - die ersten sechs Bäume der Allee sind von dem Messer verschont worden. Sollte derjenige gefasst werden, erwarten ihn eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und ein Ordnungsgeld.

Z Wer Hinweise zum Täter oder dem Tathergang hat, kann sich bei der unteren Naturschutzbehörde des Westerwaldkreises melden. Ansprechpartner ist Frank Buchstäber unter Telefon 02602/124 296.

 


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